Ameisen im Gewächshaus was tun?

27. März 2016

Chemische Produkte vernichten Insekten, aber auch Pflanzen

Ameisen im Gewächshaus was tun, diese Frage stellen sich viele Gewächshausbesitzer, wenn sie die kleinen Insekten zwischen ihren Pflanzen entdecken. Dabei sind Ameisen im Gewächshaus nicht selten, denn Ameisen leben mit Blattläusen meist in einer Art Symbiose. Ameisen schützen die Blattläuse vor anderen Fressfeinden. Aber gerade die Blattläuse sind in Gewächshäusern nicht gern gesehen. Beim ersten Anzeichen von Ameisen im Gewächshaus nutzen viele Gärtner die zahlreichen chemischem Mittelchen, die auf dem Markt angeboten werden. Genau von diesen chemischen Produkten ist abzuraten, denn sie vernichten nicht nur die Insekten, sondern schädigen gleichzeitig meist auch die Pflanzen.

Ameisen im Gewächshaus was tun – einige nützliche Hausmittel zur Vertreibung von Ameisen

Insekten wie Ameisen sind meist recht nützliche Gesellen, aber in einem Gewächshaus sollten sie nicht Zuhause sein. Dabei kann man einige sehr nützliche Tipps um die Ameisen loszuwerden. Die einfachste und beste Möglichkeit ist die Ameisen einfach umzusiedeln. Dazu muss man einfach einen Blumentopf mit Holzwolle oder Erde befüllen und ihn falsch herum auf das Nest der Ameisen setzen. Die Ameisen werden mit der Zeit in den Blumentopf umwandern und sobald das passiert ist, kann der Blumentopf mit einem Spaten hochgehoben werden. Den Blumentopf mit den Ameisen ganz einfach an einen anderen Ort stellen und schon sollte die Ameisenplage vorüber sein. Im schlimmsten Fall kann man die Ameisen auch mit einer Überschwemmung vertreiben. Dazu muss der befallene Blumenkasten einfach wiederholt mit viel Wasser überschwemmt werden. Dann ziehen die Ameisen von ganz alleine um. Ameisen können auch mit Jauche bekämpft werden. Dazu soll 300 Gramm frisches Wermutkraut und 30 Gramm getrocknetes Wermutkraut in 10 Liter Wasser angerührt werden. Diese Brühe muss 14 Tage stehen und kann dann einfach in den Bau der Ameisen gegossen werden. Aber man kann auch an einigen Stellen im Gewächshaus ätherische Kräuter aufstellen. Sie verstören die Ameisen und sorgen für eine dauerhafte Vertreibung. Auch viele andere Produkte, die eine hohe Geruchsintensität haben, können dazu dienen. Zitronen, Essig oder Zimtpulver sind die beliebtesten Mittel. Eine Kombination aus Zucker und Hirschhornsalz sorgt dafür, dass die Ameisen mit Ammoniak vergiftet werden. Mit diesen nützlichen Hausmitteln kann die Frage beantwortet werden, Ameisen im Gewächshaus was tun.

Einen Ameisenbefall vermeiden

Aber man kann einen Ameisenbefall auch vermeiden, indem einige ganz einfache Tricks durchgeführt werden. Bei einem Gewächshaus sollten alle Zugänge versperrt werden. Ritzen und Spalten sollten unbedingt vermieden werden. Silikon, Leim oder Leim eignen sich dafür am besten. Zusätzlich gibt es im Handel mittlerweile einige selbstklebende Barrieren zu kaufen, die auch als Versperrung dienen können. Ein weiterer Tipp ist das ziehen eines Kreidestrichs. Ameisen mögen keine Kreide und somit werden sie den Kreidestrich nicht überwinden können. Aber dazu muss der Kreidestrich komplett durchgehend sein und um das gesamte Gewächshaus gezogen werden.

Schädlinge im Gewächshaus und ihre Vernichtung

Grundsätzlich ist ein Gewächshaus verschlossen, aber trotzdem gelingt es einigen Schädlingen immer wieder einzudringen und die Pflanzen zu befallen. Zu den bekanntesten Schädlingen gehören Falscher Mehltau, Echter Mehltau, Spinnmilben, Weiße Fliege, Blattläuse, Wanzen und Kugelspringer.
Der falsche Mehltau entsteht bei hoher Luftfeuchtigkeit. Gerade Gurkenpflanzen werden von diesen Schädlingen häufig befallen. Die Blätter verlieren ihre Farbe und werden mit der Zeit gelb. Der falsche Mehltau verbreitet sich sehr schnell und gerade im Gewächshaus kann der Schädling für eine langanhaltende Infektion sorgen. Die wichtigste Maßnahme gegen den falschen Mehltau ist ein regelmäßiges Lüften. Die Taufeuchte muss trocknen, damit die Feuchtigkeit verschwindet.
Der echte Mehltau befällt meist Gurken, Kürbisse und Zucchini. Die grünen Blätter bekommen mehlartige Flecken und verlieren ihre grüne Farbe. Sie werden grau und sterben ab. Damit der echte Mehltau keine Chance hat gilt es die Pflanzen regelmäßig zu befeuchten, da der echte Mehltau nur bei zu trockenen Pflanzen entsteht.
Die Spinnmilben zeigen sich meist durch helle Flecken auf den Blättern von Gurkenpflanzen. Mit der Zeit werden die Flecken größer und die Blätter sterben ab. Damit Spinnmilben nicht auftreten, muss das Gewächshaus nach einer Gurkenernte komplett gereinigt werden. Außerdem sollten Ziergewächse vermieden werden, die schnell von Spinnmilben befallen werden.
Die weiße Fliege sitzt meist auf der Unterseite des Blattes und wird meist nur gesehen, wenn man die Blätter leicht anstößt. Die weiße Fliege ist nur im Gewächshaus zu finden und setzt sich an Erdbeeren, Grünkohl und Rosenkohl. Zur optimalen Bekämpfung eignen sich Schlupfwespen.
Blattläuse sind wohl das bekannteste Übel bei Gärtner. Blattläuse kommen immer wieder vor und gerade im Gewächshaus machen die Blattläuse eine immense Entwicklung durch. Überwiegend sind Gurken vom Befall betroffen. Florfliegenlarven können die Blattläuse fressen.
Die Wanzen durchlöchern die befallenen Blätter und fressen die jungen Triebe. Gerade Gurken im Gewächshaus sind sehr häufig von Wanzen befallen. Eine optimale Bekämpfungsmethode von Wanzen ist bislang leider nicht bekannt.
Der Kugelspringer sorgt ebenfalls für eine Art Lochfraß an den Blättern. Sie springen von Blatt zu Blatt sobald die Blätter sich berühren. In der Regel sind die Kugelspringer eher selten zu finden und verursachen eigentlich auch keinen großen Schaden. Eine Bekämpfung ist in der Regel nicht notwendig.
Schädlinge im Gewächshaus können unangenehm sein und teilweise großen Schaden anrichten. Je nach Schädling stehen einige Bekämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Pflanzen im Gewächshaus ausreichend zu schützen.

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