Gurken anpflanzen

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Jürg Vollmer / flickr

Jürg Vollmer / flickr

Gurken sind wärmeliebend, vor allem die typischen Sorten wie Helena oder die Minigurke Picolino. Hat man ein Gewächshaus, so kann man falls dieses beheizt ist, die Gurkenpflanzen schon Ende April und Anfang Mai pflanzen. Die Temperatur sollte mit der Heizung über 12 bis 14 °C gehalten werden. Wenn man die Gurken ohne Heizung oder gar ohne ein Gewächshaus pflanzen will, so empfiehlt es sich die Gurken erst Mitte Mai nach draußen zu pflanzen. Zwar lieben Gurken die Sonne und ihre Wärme, doch schadet ihnen die Hitze. An heißen Sommertagen kann Schattiergewebe, welches man innen mit Hilfe von Drähten unter dem Gewächsdach möglichst vor einer Bepflanzung anbringt, die Gurkenpflanzen schützen. Dieses ist schon für 10 Euro bei Amazon erhältlich.

Der Boden sollte sehr locker sein und eher eine krümelige Konsistenz haben. Dazu empfehlen sich 3 bis 5 Liter Kompost pro m² vor der Einpflanzung, damit der Humusgehalt verbessert wird. Somit wurden diese auch das erste Mal gedüngt. Beim weiteren Düngen sollte darauf geachtet werden, dass die jungen Gurkenpflanzen kalk-, chlor- und salzempfindlich sind. Organische Dünger wie der Kompost sind da am besten, doch auch Flüssigdünger und andere organische Dünger sind in Ordnung. Hellen die Blätter auf, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Gurkenpflanzen einen Nährstoffmangel haben. Darauf sollte man genau so viel Acht geben, wie darauf, dass die Gurken genug Wasser bekommen und die Temperatur nicht schwankt.
Schwarze Mulchfolie erhöht die Temperatur im Wurzelbereich, was die Gurken lieben. Diese Folie sollte gelocht und geschlitzt sein, so dass ein Luftaustausch erfolgen kann.
Die Gurkenpflanzen können am Boden entlang wachsen oder aber auch mit einer Rankhilfe aus Draht in die Höhe wachsen. Zwischen den Gurkenpflanzen sollte es genügend Platz geben, so dass diese ungestört wachsen können.

Auch Schädlinge können gerade ohne ein Gewächshaus ein großes Problem darstellen: Spinnmilben, Thripse, Schnecken und Blattläuse können durch regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten schnell entdeckt werden. Klebetafeln helfen bei der Kontrolle. Mit Nützlingen und anderen biologischen und umweltfreundlichen Pflanzenschutzmitteln kann man die Schädlinge in den Griff bekommen.

Sind die Gurken in einem Gewächshaus untergebracht, so können diese Ende Juni schon geerntet werden. Sind diese auf dem Freiland, wobei sich hier eine Schutzfolie eignet, werden die Gurken erst im Juli geerntet. Die Gurken sind erntereif, wenn die Schale ganz glatt ist. Am besten trennt man die Frucht vom Stiel mit einem Messer und lagert sie danach bei einer Temperatur von etwa 13 °C, damit diese noch lange frisch bleiben.